Begehren

Dein Lächeln bezauberte mich, als du mit deinem Kopf nicktest und fast unmerklich dein mittellanges, mittelbraunes Haar zurückschobst. Du schautest mich an, deine Augen zwinkerten ein Geheimnis, nur für uns. Du warst mit deinen Freunden zusammen, wir kannten uns noch nicht. Ich machte ein paar blöde, freche Witze. Die anderen lachten, du lächeltest. Dein zauberhaftes Lächeln.

Nach einer Party bei dir gingen die anderen schon weg. Ich blieb länger. Ich hatte noch mein Bier, und du hattest deinen Wein. Du wolltest Musik hören, standst in der Tür, ein Bein in der Luft, dein rechter Knöchel nahe bei deinem linken Knie, deine Taille schief. Ich wählte eine CD, setzte sie ein. Abba spielte Take a Chance on Me. Deine Augen suchten meine ab. Deine glitzernden Augen. 

Das Wochenende waren deine Mitbewohner weg. Du riefst mich an, um mir das zu sagen. Deine Stimme war feucht und köstlich. Als ich bei dir ankam, hattest du deine enge Jeans an. Wir hatten ein Glas Wein, du schautest mich an, du lächeltest mich an, du sagtest:

”Es ist gemütlicher in meinem Zimmer.” 

Deine gierige Stimme.

Foto: Unsplash.com

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